Erlanger Poetenfest: Poesie und Politik

Lesen ist eine Lieblingsbeschäftigung von dem Autorenteam von wohlergehen. Daher werden besondere Veranstaltungen rund um das Lesen in wohlergehen vorgestellt. Diesmal ein Rückblick auf das Erlanger Poetenfest, mit den Autoren Daniel Kehlmann und Christoph Ransmayr.

Ein Highlight für Lesebegeisterte im August das Poetenfest Erlangen.

Lange Lesenachmittage

Im Zentrum des Erlanger Poetenfests stehen traditionell die langen Lesenachmittage mit zahlreichen Buchpremieren. Wegen Regen am Samstagnachmittag zunächst in Innenräumen, später im Erlanger Schlossgarten, sonntags dann bei idealem Spätsommerwetter stellten in diesem Jahr María Cecilia, Barbetta, Kristine Bilkau, Nora Bossong, Alex Capus, Lucy Fricke, Sylvia Geist, Anja Kampmann, Michael, Kleeberg, Sina Klein, Thomas Klupp, Angelika Klüssendorf, Ursula Krechel, Michael Lentz, Tanja Maljartschuk, Christoph Peters, Hans Pleschinski, Anne Reinecke, Christian Uetz, Philipp Weiss und Maike Wetzel ihre teilweise druckfrischen Neuerscheinungen vor.

Daniel Kehlmann letzter Roman „Tyll“ wurde von den Literaturkritikern gefeiert.

 

Mit zwei aufeinander folgenden Autorenporträts mit Daniel Kehlmann und Christoph Ransmayr feierte das Fest am Abend des 26. Augusts im doppelt ausverkauften Erlanger Markgrafentheater ein fulminantes Finale.

Buchfaszination auf dem Erlanger Poetenfest

Revue der Neuerscheinungen

Parallel dazu bildeten María Cecilia Barbetta und Angelika Klüssendorf in der Spätsommer-Sonne des Erlanger Schlossgartens den Abschluss der zweitägigen Revue der Neuerscheinungen. An den Abenden zuvor waren der Romancier, Lyriker und Essayist Marcel Beyer und die in Fürth geborene Schriftstellerin Natascha Wodin im Markgrafentheater zu Gast; anlässlich ihrer Auszeichnung mit dem Georg-Büchner-Preis war auch Terézia Mora nach Erlangen gekommen.

 

Ursprung der Posie

Der Auftakt des Poetenfests war in diesem Jahr dem Ursprung der Poesie gewidmet: Marcel Beyer, Norbert Hummelt, Jan Kuhlbrodt, Tristan Marquardt, Brigitte Oleschinski und Lea Schneider erwiesen der Kunst des Minnesangs ihre Ehre, während Raoul Schrott sich damit auseinander setzte, wie die Ideen in die Politik kommen. Neben dem literarischen Programm sind Gesprächs- und Diskussionsrunden zu politischen und gesellschaftlichenThemen ein ebenso wichtiger Bestandteil des Erlanger Poetenfests.

Eine Ausstellung von Comicreportagen rundete das Fest ab.

Begleitende Ausstellungen

Das 38. Erlanger Poetenfest wurde begleitet von einigen Ausstellungen. Besonderes Aufsehen erregten im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek die eindrücklichen Bildfolgen und Collagen des Kriegsreporters Wolf Böwig, der über vierzig Konflikte fotografisch begleitet hat und im Gespräch mit Andreas Langen von seiner Arbeit berichtete. Anlässlich der Kooperationsausstellung im Stadtmuseum „Zeich(n)en der Zeit – Comic-Reporter unterwegs“, die vom 18. Internationalen Comic-Salon bis zum Ende des Poetenfests lief, entwickelten Comic-Künstler und Journalisten gemeinsam Comic-Reportagen über Erlangen, die im Kunstverein präsentiert wurden und ab 3. September in der Redaktion der Erlanger Nachrichten gezeigt werden.

 

offene Schreibwerksätten

Das Berliner „Poetry Project“ präsentierte sich mit einer Filmpremiere, zweisprachigen Schreibworkshops und einer für alle Besucher offenen Schreibwerkstatt. Mit „Ankommen in Deutschland“ wurden neue, in einem deutsch-arabischen Schreibworkshop mit Larissa Bender und Rosa Yassin Hassan vor dem Poetenfest entstandene Texte junger Geflüchteter aus der Region präsentiert.

 

Fazit von wohlergehen

Den Termin des 39. Erlanger Poetenfest vom 29. August bis 1. September 2019 in den Kalender eintragen.

 

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