Gesundes Essen – Clean Eating

Kochbücher sind meine heimliche Leidenschaft. Ich liebe es darin zu blättern, neue Anregungen zu bekommen, auszuprobieren und natürlich dann zu genießen. Ein wichtiges Kriterium für mich ist immer, ist es leicht im Alltag umsetzbar? Oder benötige ich teure Anschaffungen, um die Rezepte nach zu kochen?

Umso neugieriger war ich auf das Kochbuch „Clean Eating“ aus dem TRIAS Verlag. Wieder ein neuer Trend? Was ist das Clean Eating-Prinzip (zu Deutsch „sauber Essen“)? Die Autorin des Buches ist begeisterte Food-Bloggerin und hat im Selbstversuch Clean Eating für sich entdeckt und getestet. Entstanden ist ein 144-seitiges Kochbuch mit einer guten Einführung in das Thema und zahlreichen schmackhaften Rezepten.

Gesunde Ernährung hilft den Stresspegel zu senken.

Gesunde Ernährung hilft den Stresspegel zu senken.

 

„In den letzten 100 Jahren hat sich unser Essen stark verändert. Statt natürlicher Lebensmittel, die nahezu unverarbeitet im Kochtopf landen, wählen wir Produkte, die wir bereits fertig kaufen können, weil es bequem ist und schnell geht. Gesund ist das nicht. Diesen Produkten sind Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker und Farbstoffe zugesetzt“, erklärt Kraatz.

Pure Lebensmittel sind der Hauptbestandteil von Clean Eating.

Pure Lebensmittel sind der Hauptbestandteil von Clean Eating.

 

Beim Clean Eating sind die Hauptdarsteller unverarbeitete, naturbelassene Lebensmittel. Es wird soviel wie möglich frisch gekocht, mit wenig Zucker und Salz. Somit kommen keine Fertiggerichte und Convenience-Produkte sowie Lebensmittel, die mit Konservierungsmitteln, künstlichen Aromen oder Farbstoffen versetzt sind, auf den Esstisch.

Wie clean sind Lebensmittel?

Natürliche Lebensmittel gibt es eine Menge – doch die Auswahl an industriell gefertigten Lebensmitteln ist mindestens ebenso groß. Deshalb hat Katharina Kaatz eine Clean-Eating-Ampel als Hilfe für den Ein- oder Umsteiger aufgeführt.

  • Grün = clean, z.B. Vollkornprodukte
  • Gelb =  weniger clean, z.B. Milchprodukte
  • Rot = nicht clean, z.B. Junkfood und Fast Food

Kraatz rät:

„Lies immer die Etiketten der Lebensmittel, die du kaufen möchtest. Enthalten die Produkte chemische Zusätze oder Konservierungsstoffe, Weißmehl oder Zucker? Dann solltest du sie nicht kaufen.“

 

Enthält das Produkt mehr als fünf Zutaten, sollte man das Produkt ebenfalls zurück ins Regal stellen.

Im ersten Moment habe ich mir gedacht, ist nichts Neues, denn wer sich bewusst ernährt, der lebt bereits nach dem Clean Eating Prinzip. Dann nahm ich mir den Ratschlag der Autorin zu Herzen, öffnete meine Küchenschränke und was sah ich, da waren sie, die „roten Geister“ – wie z.B. der Suppenwürfel. Gibt es Alternativen? Selbstverständlich fand ich ein Rezept für gekörnte Brühe zum selber machen. Und für die Grillsaison habe ich mir schon das Ketchup-Rezept vorgemerkt.

 

Umsetzung im Alltag – leicht gemacht?

Angefangen von Ideen, wie man sich das Einkaufen erleichtern kann, bis hin zu dem umfangreichen Rezeptteil „Fürs Büro und unterwegs“ ist das Kochbuch ein idealer Ratgeber, um sich auf „Clean Eating“ einzulassen. Wer bereits bewusst auf seine Ernährung achtet, dem gibt das Kochbuch die Möglichkeit seinen Blick noch mehr zu schärfen.

Clean Eating macht kaum mehr Arbeit beim Kochen und schmeckt köstlich.

Clean Eating macht kaum mehr Arbeit beim Kochen und schmeckt köstlich.

Fazit von wohlergehen:

Clean Eating ist das fast vergessenes Selbstverständnis natürlich zu kochen. Das Buch von Katharina Kraatz ist nicht dogmenschwer sondern überzeugt durch seinen Inhalt. Mit 120 Rezepten zeigt Katharina Kraatz, wie lecker und abwechslungsreich gesundes, cleanes Kochen und Backen ist: Schokoladen-Granola statt überzuckertem Knuspermüsli zum Frühstück, Hummus-Brot mit Möhrensalat als Snack oder als schnelles Hauptgericht Gebratenen Tofu mit Sesamspinat und Möhren. Dabei stehen leckere Superfoods wie Spinat oder Grünkohl ganz oben auf der Zutatenliste.

 

Herzlichen Dank an TRIAS-Verlag der das Buch zur Verfügung gestellt hat.

 

 

 

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